Kinder - helfen - Eltern

Üblicherweise helfen Eltern ihren Kindern. Dies geschieht insbesondere bei der Vermittlung von Wissen, sozialen und gesellschaftlichen Verhaltensweisen, welche notwendig sind, um sich in unserer Gesellschaft problemlos bewegen zu können und seinen Beitrag im gesellschaftlichen und sozialen Gefüge leisten zu können.

Aber was ist, wenn dies nicht möglich ist?

Aber was ist, wenn erhebliche Sprachprobleme vorhanden sind, wenn der kulturelle Hintergrund, der gesellschaftliche und soziale Wertekanon ein Anderer ist, als der Wertekanon der Gesellschaft, in welcher man sich bewegt, bzw. bewegen soll?

Man ändert die Richtung der Vermittlung kultureller, sozialer und gesellschaftlicher Wertevermittlung.

K i n d e r - h e l f e n - E l t e r n !

Aufgrund der Tatsache, dass Kinder Sprachen schneller lernen können und eine außerordentliche Lernfähigkeit besitzen, werden entsprechende Werte und gesellschaftlicher Umgangsformen vermittelt, damit diese das erworbene Wissen ihren Eltern vermitteln können, da Kinder nach kurzer Zeit ein höheres Sprachwissen besitzen, als ihre Eltern.

Konkrete Anleitung der Hilfe zur Selbsthilfe

Um das komplexe gesellschaftliche Leben in der Gesamtheit erfassen zu können, ist eine differenzierte Aufgliederung verschiedener Bereiche in verschiedene Lernbereiche sinnvoll und notwendig, um ein positives Ergebnis erzielen zu können. Kleine Projekte in den verschiedendenen Bereichen / Disziplinen schaffen einen gesicherten nachhaltigen Erfolg

Die Hilfe zur Selbsthilfe steht hier an vorderster Stelle, um ein optimiertes Ergebnis erzielen zu können.

Kinder und Jugendliche sind hierbei ein sehr wichtiger "Faktor".

Förderung von Sprach- und Kommunikationskompetenz

Grundlage jeglicher Integrationsbemühung ist die Förderung der Spracherlernung und Kommunikationsfähigkeit. Kinder sind durch deren Begabung zur schnellen Spracherlernung ein wichtiges Bindeglied zu den Erwachsenen.

Förderung von Sozialkompetenz und Gemeinschaftssinn

Jede Gesellschaft kann nur bestehen, wenn ein ausreichender Gemeinschaftssinn der Mitglieder besteht und die Gesellschaftsmitglieder entsprechende Sozialkompetenz aufweisen. Die Förderung der Sozialkompetenz und des Gemeinschaftssinn ist ein wichtiger Faktor, da entsprechende Positionen durch die Vielfältigkeit der Religionen, Kulturen und Nationen auch unterschiedlich Niveaus aufzeigen.

Kinder leisten hier einen wichtigen Beitrag.

Förderung gesellschaftlicher Orientierung

Ein konfliktfreies Bewegen in unserer Gesellschaft kann nur dann erfolgen, wenn entsprechende Orientierungspositionen und gesellschaftliche Zusammenhänge bekannt sind. Dies ist insbesondere gerade dann wichtig, wenn der religiöse, gesellschaftliche und kulturelle Hintergrund von Personen und personengruppen stark differiert.

Da werden oftmals Selbstverständlichkeiten zum Problem.

Um eine gesellschaftliche Orientierungshilfe bieten zu können, wurde im Dezember 2012 die Bürgerpatenschaft - Asyl ins Leben gerufen. In ungezwungener Atmosphäre werden personen- und familienbezogene Unternehmungen und Ausflüge durchgeführt. Herbei spielen die Kinder eine wichtige Rolle, da diese helfen, die Sprachbarrieren zu überwinden.

Vermittlung kultureller und gesellschaftlicher Werte

Durch die rasche Aufnahme von Informationen und Zusammenhängen ist die Vermittlung von Inhalten bei Kindern sehr rasch möglich. Dies gilt auch bei der Vermittlung kultureller und gesellschaftlicher Werte, welche für einen optimierten Integrationsprozess unabdingbar nötig sind. Auch wenn der Wertekanon des Gastlandes von unseren Gästen nicht übernommen wird, so ist das Wissen der kulturellen und gesellschaftlichen Werte des Gastlandes unabdingbar notwendig, um den respektvollen Umgang miteinander sicherzustellen.

Vermittlung von Positionen des Alltags

Wie auch bei vielen anderen Positionen, so ist es auch bei den Positionen des Alltags.

Vieles, war uns für uns als Selbstverständlich gilt, ist für Personen außerhalb unseres Kulturkreises unverständlich oder gänzlich unbekannt. Hierzu zählt zum Beispiel die Mülltrennung. Um eventuelle Unstimmigkeiten zu vermeiden ist ein Kenntnis hierüber für ein problemloses Leben in einer Hausgemeinschaft unabdingbar.

Aus diesem Grunde wurde auch das Projekt "Wertstofftrennung-Wertstoffsicherung" ins Leben gerufen. Sicherlich - für uns selbstverständlich - aber nicht unwichtig, um eine positive Integration mit positiver Energie zu erzielen.

Förderung der Übernahme von Verantwortung

Die Förderung der persönlichen Übernahme von sozialer und gesellschaftlicher Verantwortung ist unabdingbar notwendig, um einen gesellschaftlichen Erfolg sicherzustellen.

"Wertstofftrennung - Wertstoffsicherung" - Ein integratives Umwelt-Projekt der Asylothek


Unsere Teilnehmer an dem integrativen Umweltprojekt "Kinder helfen Eltern"

Die Positionierung von Sammelmüllstellen (Müllgroßcontainern) in den Gemeinschaftsunterkünften für Asylsuchende - ohne der Möglichkeit der Wertstofftrennung - kann ein nicht unwesentliches Problem für die konfliktfreie Integration von Personen mit Migrationshintergrund darstellen. Dies gilt nicht nur für Asylsuchende in unserem Land, sondern auch für Personenkreise mit einem anderen kulturellen Hintergrund. Smit kann dies als wichtige Position positiver Integrationsbemühungen angesehen werden.

Wenn zum Beispiel beim Umzug von Familien der Gemeinschaftsunterkünfte für Asylsuchende in private Wohnungen, schon der erste Kontakt – durch die fehlende Mülltrennung - potentiell stark konfliktbelastet ist, so dürfte dies das positive Zusammenleben in einer Hausgemeinschaft belasten beziehungsweise nicht unbedingt fördern. Um dies zu verhindern, wird versucht, den Kindern und Jugendlichen der Gemeinschaftsunterkunft zu sensibilisieren und zu schulen. Hierbei wird großer Wert auf die Vermittlung übergreifender Zusammenhänge wert gelegt. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit den städtischen und privaten Entsorgungsinstitutionen.

Der Erfolg des Projektes wird auch von dem Sachstand gefördert, dass es meist die Kinder und Jugendlichen sind, welche den „Müll“ rausbringen. Die gegebenen Situationen und Sachverhalte sollen als Chance gesehen werden und in positiver Art und Weise genutzt werden.

Wertstofftrennimpression während des Projekts


Das "Feuerhaus"

Kinder für die Wertstofftrennung zu begeistern bedarf ein nicht unerhebliches Maß an Kreativität. Da wird "stinkender Müll" zu "Wertstoffen", die Müllverbrennungsanlage wird zum "ganz großem Feuerhaus".

Nach nochmaliger Einführung in die Wertstofftrennung mittels Multimediavortrag im Schulungsraum der Müllverbrennungsanlage wurde die Müllverbrennungsanlage der Stadt Nürnberg mit fachkundiger Führung besichtigt. Ein Höhepunkt hierbei war der Besuch des vollständig verglasten Führerhauses der beiden "Müllkranfahrer" mit Glasboden und Blick in den 15 Meter darunter befindlichen Verbrennungsmüll. Aber auch der Besuch des Daches mit Blick über ganz Nürnberg und dem Auffinden des eigenen "Hauses" war faszinierend. Eine sehr gelungene Aktion, welche allen Teilnehmern sehr viel Spaß bereitet hat.

Wertstofftrennung kann auch spannend sein!


Der Besuch des "Feuerhauses" (= Müllverbrennungsanlage) war einer der Höhepunkte der Wertstofftrennaktion.

Die Mülltrenn-Olympiade

Nach Abschluss des laufenden Projektes ist eine Mülltrenn-Olympiade geplant. Hierzu werden gerne Spenden für die Prämierung der Besten (=alle) gerne entgegen genommen.

Schirmherrschaft

Besonders freut es alle Ehrenamtliche der Asylothek, dass Frau Diana Liverova - die Vorsitzende des Integrationsrates des Stadt Nürnberg - als Schirmherrin für dieses Projekt gewonnen werden konnte.


Unsere Teilnehmer des Projekts



... und viele mehr!

Danksagung

Die Asylothek möchte sich für die Unterstützung bei dem integrativen Projekt der Asylothek bei der Regierung von Mittelfranken und allen Förderern / Unterstützern und den Entsorgungsunternehmern bedanken, die es durch ihre Hilfe diese Projekt erst möglich gemacht haben.

Epilog

Es gibt wenig, welches als nachhaltiger anzusehen ist, als die Förderung und Ausbildung unserer Kinder. Dies gilt insbesondere, da diese auf ältere Generationen und auf kommende Generationen positiv wirken können. Dabei spielt es keine Rolle welcher Nation oder welchem Kulturkreis diese Kinder angehörig sind oder wo sich diese auf unserem Globus aufhalten. Dies insbesondere für den Bereich der Umwelt und des Umweltschutzes, denn wir haben nur eine Welt. Auch wenn Ökosysteme an weit entfernten Orten zerstört werden, so hat dies oftmals weltumgreifende Auswirkungen. Kleine Fehler in der Vergangenheit haben oftmals fatale Auswirkungen auf die Gegenwart und die Zukunft, wie die Klimaerwärmung und deren fatale Auswirkungen auf die Öko-Systeme weltweit zeigt. Deshalb können auch nur kleine Projekte und Aktionen einen nicht unwesentlichen Beitrag zum Erhalt unserer (Um)Welt leisten.

Machen wir es besser - machen wir es richtig!


... unsere wahren Helden!
... sind unsere Kinder!